Keno – eine Frage des Glücks?

Jeder Mensch spielt wohl früher oder später in seinem Leben wenigstens einmal Lotto. Warum auch nicht – der nicht selten üppig gefüllte Jackpott hat schon manch kleinen Bürger mit Millionengewinnen überhäuft. Beim Keno sieht es nicht anders aus. Diese eigentlich aus Asien stammende Variante des Spieles ähnelt dem Lotto sehr. Bei ihr werden jedoch zwischen zwei und zehn Zahlen aus 70 möglichen Nummern gewählt. Pro richtig getippter Zahl kann sich der Einsatz deutlich erhöhen und bei der besten Variante von zehn richtigen Tipps den Gewinn von einer Million Euro einbringen. In den USA wird Keno übrigens leicht abgeändert gespielt: Statt 70 stehen dort 80 Nummern zur Auswahl.

Kein reines Glücksspiel
Wie bereits beim Lotto, so hält sich auch beim Keno hartnäckig die Ansicht, es handele sich um ein reines Glücksspiel. Ein solches also, das sich auch mit besonderem Wissen oder Können nicht beeinflussen lässt und dessen Resultate einzig von dem unabänderlichen Glück hervorgebracht werden. Diese Einschätzung ist sicherlich nicht grundsätzlich falsch. Doch erlaubt Keno stets auch ein taktisches Vorgehen: Welche Zahlen werden am häufigsten gezogen und auf welche sollte lieber verzichtet werden? Welche Kombination aus Nummern kann am Ende die höchste Summe an Preisgeldern einbringen und bei welcher ist das Risiko des Verlustes besonders hoch einzuschätzen?

Hoher Einsatz – hohe Chance
Viele Neueinsteiger beim Keno begehen den Fehler, sehr zurückhaltend zu agieren. Sie wählen nur wenige Zahlen und halten somit den Einsatz zurück. Sicherlich gibt es keinen ultimativen Weg zu hohen Gewinnen, doch zeigt die Erfahrung eines: Wer alle zehn zur Verfügung stehenden Zahlen wählt, steigert damit auch die Aussicht auf Gewinne. Denn die Wahrscheinlichkeit, bei 10 aus 70 richtig zu liegen, ist bedeutend höher als die Chance, aus zwei von 70 zum Erfolg zu gelangen. Das mag zunächst natürlich einen höheren Einsatz erfordern – zahlt sich nicht selten über die Gewinne aber auch wieder aus. Jedenfalls dann, wenn etwas Glück ins Spiel kommt.

Die Wahl der Zahlen
Wie auch schon beim Lotto, so stellt sich beim Keno stets die Frage, welche Nummern angekreuzt werden sollen. Hier mag jeder Spieler seine Vorlieben haben. Lieblingszahlen, Geburtsdaten oder der Tag der Hochzeit eignen sich dabei natürlich besonders gut. Vorteilhaft ist es aber, sich ein Archiv über alle Ziehungen der letzten Jahre anzulegen. Nicht selten zeigt es sich dabei, dass einige Nummern besonders häufig, andere dagegen auffallend selten gezogen wurden. Wer daraus die richtigen Schlüsse zieht und künftig vermehrt auf die vermeintlich guten Zahlen tippt, kann seinem Ziel der hohen Gewinne bereits ein bedeutendes Stück näherkommen. Für den Rest empfiehlt es sich aber tatsächlich, auf das Glück zu hoffen.

Es gilt als eines der beliebtesten Brettspiele unserer Zeit: Mehr als 100 Millionen Mal soll sich Scrabble bereits verkauft haben. Da verwundert es nicht, dass mittlerweile auch lukrative Turniere veranstaltet werden, auf denen das Spiel zum Einsatz kommt – und erhebliche Gewinne bescheren kann. Doch hierbei gibt es viele Wege zum Erfolg. Die Frage, welche Spielsteine vorhanden sind und welche Wörter damit gelegt werden können, ist stets im Einzelfall zu entscheiden. Dennoch gibt es einige allgemeine Tipps. Regeln also, nach denen bei Scrabble eine Strategie gewählt wird, die in vielen Fällen eben doch den kleinen Vorteil für den späteren Sieg gewährt.

Das Wörterbuch benutzen
Scrabble beginnt zunächst damit, dass kleinere Wörter gelegt werden. Zwei oder drei Buchstaben sind diese lang. Doch schnell kommt es mitunter zu unterschiedlichen Meinungen: Ist diese oder jene Konstruktion überhaupt ein fester Begriff – darf er als Wort bei dem Spiel anerkannt werden? Hierbei sollte das Scrabble-Wörterbuch vorliegen. In ihm sind alle Buchstabenkonstruktionen enthalten, die als Wort zugelassen sind. Doch es lohnt sich auch, in der Freizeit ein wenig darin herumzulesen. Gerade solche Begriffe, die nur über maximal drei Buchstaben verfügen, lassen sich sehr leicht einprägen – und können den Grundstein für eine erfolgreiche Spieleröffnung legen. Wer es sich merken kann, lernt natürlich auch längere Wörter auswendig.

Vom Computer lernen
Dem technischen Fortschritt ist es zu verdanken, dass Scrabble seinen Weg vom reinen Brettspiel auf die Computer und Spielekonsolen gefunden hat. Ähnlich dem Schach kann dabei also der virtuelle Gegner herausgefordert werden. Und darin sollte auch das Ziel ambitionierter Akteure liegen, denn der Computer kann deutlich mehr Wortkombinationen erstellen, als es dem Menschen je möglich wäre. Daraus ergibt sich stets natürlich ein lehrreicher Effekt: Wie werden die Wörter aneinandergelegt, mit welchen Begriffen lassen sich die Punktzahlen erhöhen und auf welche Strategie wird zurückgegriffen? Wer soweit ist, einen gehobenen Scrabble-Computer zu schlagen, wird auch mit realen Gegnern bei Turnieren oder dem geselligen Zusammensein nur wenige Probleme haben.

Andere Spiele nutzen
Beim Scrabble kommt es natürlich darauf an, auch solche Wörter zu kennen, die möglichst selten einmal gelegt werden. Hat man sie dann komplett, so ist natürlich auf dem Brett kein Platz, um diese zu realisieren. Hierbei empfiehlt es sich allerdings, andere Spiele dieses Genres zu versuchen. So wie etwa „Anagramm“ oder ähnliche Alternativen. Nach kurzer Zeit schult sich der Blick des Spielers meist hervorragend. Er erkennt binnen Bruchteilen von Momenten, in welche Lücke auf dem Feld er einen Begriff legen kann – oder welche Kombinationen aus den vorhandenen Steinen überhaupt möglich sind. Auch diese Methode ist ein guter Schritt zum Sieg.

Checkers – welche Alternativen gibt es?

Unter allen Brettspielen zählt Checkers wohl zu den beliebtesten. Doch diese Variante ist noch nicht sehr alt – ihre Grundidee dagegen schon. Hierbei werden 24 Spielsteine in zwei Farben auf einem Spielbrett verteilt. Durch geschickte Bewegungen dieser besteht das Ziel darin, dem Gegner die Steine abzunehmen. Dabei sind unterschiedliche Züge erlaubt. Sie sind besonders erfolgreich, wenn einer oder sogar mehrere Steine des Mitspielers geschlagen werden können. Die Farbe, die am Ende alleine auf dem Feld steht, hat gewonnen – wer alle seine Figuren losgeworden ist, verliert das Spiel dagegen. Checkers lässt sich aber auch in anderen Formen spielen. Sie sorgen für etwas Abwechslung.

Dame
Die bekannteste Alternative zu Checkers ist natürlich das Spiel „Dame“. Diese Jahrtausende alte Form war bereits in einigen antiken Kulturen bekannt, vorrangig in Asien. Das Spiel hat sich seitdem aber einigen Wandlungen unterzogen. Gerade für den Einsatz bei Turnieren, auf denen nicht selten um beträchtliche Gewinne gespielt wird, gelten daher ganz besondere Regeln. Diese sind im Freizeitbereich aber keine Pflicht und werden dort zuweilen wiederum ein wenig den eigenen Wünschen und Bedürfnissen angepasst. So kommt es insbesondere bei der Frage des Schlagens zu unterschiedlichen Ansichten: Die offizielle Version verlangt es, immer dann zu schlagen, wenn sich die Chance dazu bietet. Gelockerte Regeln erlauben dem Spieler aber mehr Eigeninitiative.

Halma
Eine weitere Variante ist das Chinese Checkers – in unseren Gefilden eher als „Halma“ bekannt. Dieses Spiel richtet sich im Gegensatz zum eigentlichen Checkers nicht nur an zwei, sondern an bis zu sechs Teilnehmer. Diese sind sich gegenüberliegend postiert und müssen versuchen, ihre insgesamt bis zu zehn Spielsteine in das Feld des Gegners zu transportieren. Dabei sind Züge nach vorne oder zur Seite erlaubt. Besondere Konstellationen ermöglichen zudem die Sprünge, mit denen nicht selten ein schnelleres Vorankommen gewährleistet ist. Aber auch hierbei ergeben sich Unterschiede: Wird gegenwärtig vermehrt auf sternförmigen Brettern gespielt, so liegt die Urform des Halma in einem rechteckigen Quadrat.

Varianten auf dem Computer
Viele Brettspiele haben in den letzten Jahren eine Renaissance als Version auf dem Computer erfahren. Sie wurden dabei zuweilen abgeändert und ermöglichten neue Varianten. Dazu zählt auch Checkers. Ein solches Spiel ist „Chinese Bubbles“ – das Grundprinzip wurde dabei übernommen. Statt Spielsteinen befinden sich jedoch lustig dreinschauende Blasen auf dem Feld, die zerplatzen, wenn sie geschlagen werden. Beim „Big Shot Checkers“ lassen sich dagegen vordergründig nur wenige Unterschiede erkennen. Doch geht es hier nicht alleine darum, die Spielsteine des Gegners einzukassieren. Vielmehr liegt das Ziel darin, den Mitspieler so ungünstig zu stellen, dass er zu weiteren Zügen nicht mehr fähig ist. Das Spiel erfordert daher viel strategisches Geschick.

Wer kennt es nicht? Das rechteckige Feld zwischen der Badstraße und der Schlossallee will mit Häusern und Hotels gefüllt werden. Auch zwei Werke, ein Bahnhof und natürlich das Gefängnis befinden sich darauf. Nicht nur für Hobby-Immobilienmakler ist es interessant, sich hier in meist sehr langen Spielen gegen die Konkurrenz zu behaupten. Doch wer gewinnen will, darf sich bei Monopoly nicht auf das reine Glück verlassen. Wichtig ist zunächst eine Strategie – sie sollte aber auch darin liegen, nicht in die Fallen zu treten, die der Gegner zweifelsohne legen wird. Dieser sollte viel eher mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden.

Keine teuren Straßen
Viele Mitspieler werden versuchen, jene Straßen zu erhalten, die sich im vierten Sektor des Feldes befinden: Sie bringen hohe Mieten ein, die durch den Bau von Häusern drastisch erhöht werden können. Berechnungen zeigen aber auch, dass sich das Spielgeschehen dort eher selten einmal abspielt. Darum sollte es kein Akteur darauf anlegen, sich nur auf die dort liegenden Straßen zu versteifen. Vorteilhaft wäre es dagegen, sich die Orangenen Straßen zu komplettieren. Berechnungen haben ergeben, dass dort die meisten Spieler regelmäßig landen und die Einnahmen an dieser Stelle somit am höchsten sind. Am zweiterfolgreichsten wären zudem die roten Straßen, die aber auch direkt etwas teurer werden.

Unattraktiv, aber gut
Die Straßen im ersten Sektor gelten als eher langweilig – sie bringen nichts ein. Das jedoch ist ein Irrglaube. Im Zuge der Straßenverteilung am Anfang des Spieles werden daher einige Teilnehmer versuchen, manch vermeintlich billige Straße gegen eine hochwertig einzutauschen – und darauf sollte man durchaus eingehen. Denn im Idealfalle erhält man alle drei Straßen komplett und kann darauf bereits die ersten Häuser errichten. Und ehe der Gegner seinen teuren und lukrativ erscheinenden Straßenzug ebenfalls komplettiert hat, ist er bei uns schon ein oder zwei Mal zur Miete gebeten worden und wird nun das Geld schmerzlich vermissen, um bei sich ebenfalls die teuren Gebäude zu bauen.

Bahnhöfe führen zum Sieg
Es ist doch jedes Mal das Gleiche! Da konzentriert man sich auf die lukrativen Straßen und beachtet nur nebenbei, wie ein Mitspieler alle Bahnhöfe einstreicht – und damit im Laufe des Spieles ein Vermögen verdient, wogegen man selbst keine relevanten Einnahmen hat. Genau das ist aber der Fehler: Bahnhöfe bringen immer satte Mieten und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ein Spieler sich auf diese Felder würfelt. Wer bei Monopoly nicht verlieren will, kommt daher nicht umhin, sich auch die Bahnhöfe zu kaufen. Etwas anders sieht das bei den Werken aus – sie sind meist keine große Einnahmequelle, können in engen Partien aber den Unterschied ausmachen.

Domino – Jahrhunderte alt und faszinierend

Eines der ältesten Gesellschaftsspiele unserer Zeit ist zweifellos das Domino. Bereits in die chinesische Antike hinein sollen die Wurzeln reichen. Selbst Marco Polo – der kühne Erkunder des frühen Mittelalters – war dem Vernehmen nach von dem Spiel begeistert und soll eigenhändig für dessen Verbreitung gesorgt haben. Ob er darin allzu talentiert war, ist jedoch nicht überliefert. Doch neben dem eigentlichen Geschick bedarf es auch etwas mehr, um aus einer solchen Partie als Sieger hervorzugehen. So stellen sich früher oder später gewisse Herausforderungen, mit denen ein Spieler umgehen können muss. Nur wer sie kompetent beherrscht, wird damit auch seine Chancen auf einen Erfolg steigern.

Die Macht des Glückes
Domino ist zunächst einmal ein Spiel, das nur sehr bedingt mit eigenem Wissen und Geschick gewonnen werden kann. Denn immer ist da auch der Einfluss des Schicksals: Welche Steine bekommt man selbst, welche erhält der Gegner – und wie legt er sie im Laufe des Spieles? Diese Faktoren sind ein fester Bestandteil einer solchen Partie und machen natürlich ihren Reiz aus. Wer jedoch gewinnen will, muss auch mit ihnen umgehen können. Und das heißt, alle sich bietenden Chancen optimal zu nutzen. Oft macht erst diese Eigenschaft den Unterschied zwischen Siegen und Niederlagen aus – sie muss daher in jedem Falle beherrscht werden.

Die doppelten Steine
Wohl jeder Teilnehmer kennt sie – die Doppelsteine. Sie sind an beiden Seiten mit dem selben Wert beziffert. Viele Spieler heben sich diese so lange wie nur irgend möglich auf. Etwa, um sie später einzusetzen, wenn es idealerweise passt. Damit begehen sie jedoch vielfach den entscheidenden Fehler: Denn ob sich im weiteren Verlauf der Partie noch einmal eine gute Möglichkeit bietet, diese Steine bestmöglich einzusetzen, ist gänzlich offen. Wer dabei zu lange zögert, bringt sich nicht selten um die Chance des Sieges. Wer diesen im Blick hat, wird die Steine daher dann legen, wenn sich die erstbeste Option bietet. Und das kann auch direkt zum Beginn sein.

Die Beobachtung des Gegners
Ein großer Schritt zum Sieg kann unternommen werden, wenn das Vorgehen des Mitspielers während der Partie genau studiert wird. Meist ist über sein Verhalten schon erkennbar, welche Steine er besitzt – und welche er schmerzlich vermisst. Ist das erst einmal bekannt, kann der Konkurrent mit diesen Mitteln geschlagen werden. Etwa dann, wenn solche Steine zum Einsatz kommen, auf die er nicht reagieren kann. Ist er geblockt, so wird er Auswege suchen, die zwar legitim, aber für ihn nicht optimal sind. Auf diese Weise ist es möglich, seinen Gegner zu beobachten und ihm mit dem erworbenen Wissen sinnvolle Fallen zu stellen.

Four in a Row – die besten Eröffnungszüge

Hierzulande ist das Spiel wohl eher als „Vier gewinnt“ bekannt – doch am Spielprinzip ändert sich dadurch natürlich nichts. So geht es doch darum, seine Steine so zu postieren, dass sie im Idealfalle eine Viererlinie ergeben. Der Gegner wird freilich versuchen, genau das zu verhindern. Insofern kommt der Strategie dabei ein gehobener Aspekt zu. Insofern sind auch die ertragreichsten Eröffnungszüge zu beachten. Denn selbst wenn „Vier gewinnt“ sehr einfach erscheint, so werden Fehler in der Regel gnadenlos bestraft – wer sich davon zu viele erlaubt, bringt immerhin seinen Konkurrenten in die Position, selbst den Sieg zu erlangen. Und das muss vermieden werden.

Es gibt keine optimale Eröffnung
Wie bereits bei den Spielen Schach oder Dame suchen Menschen seit Jahrhunderten nach dem einen perfekten Zug, der den Gegner vom Start weg in die Ecke drängt, ihm idealerweise nur wenige Optionen ermöglicht und somit das Fundament des eigenen Sieges legt. Natürlich ist die Eröffnung bei „Vier gewinnt“ nach wie vor sehr wichtig. Doch hilft bereits die Erkenntnis, dass es dabei unterschiedliche Varianten gibt, um ein Spiel zu beginnen. Dieses ist nämlich derart komplex, dass es in seinen einzelnen Spielzügen nicht ermessen werden kann. Es lohnt sich daher, sich zunächst so zu bewegen, dass zumindest diverse Wege für den weiteren Verlauf offenstehen.

Die Seiten nutzen
Vielfach hat es sich durchgesetzt, das Spiel eher in die Höhe zu gestalten. Denn gerade die Diagonalen führen oft zum Sieg, werden von manchem Teilnehmer aber nur allzu gerne übersehen. Von daher verwundert es nicht, dass fast alle Attacken nur in die Höhe gebaut gekontert werden. Da das Spiel selbst aber oft mit einem Eröffnungszug in der Mitte beginnt, sind die Seiten noch Brachland. Wer den ersten Stein also mittig setzt und etwas Glück dabei hat, dass der Konkurrent diesen tatsächlich nach oben zustellt, hat links und rechts nun zwei Optionen, um die Chancen zu verbessern.

Grundlagen schaffen
Der Eröffnungszug sollte davon abgesehen stets aber auch so gewählt werden, dass er möglichst viele eigene Aktionen erlaubt – statt schon frühzeitig in die Ecke gedrängt zu werden und nur auf das Vorgehen des Gegners zu reagieren. Insofern lohnt es sich, zunächst die Steine seitlich zu verteilen und damit die Basis für unterschiedliche Strategien zu eröffnen. Das erfordert aber auch, hin und wieder einen Stein in die Höhe zu bauen, um den Gegner dazu zu verleiten, selbst nicht die Seiten zu nutzen. Wer mittig beginnt, wird daher links und rechts zunächst freie Hand haben, um sich dort gut zu positionieren und mit weiteren geschickten Zügen den Sieg zu erreichen.

Othello – auf simplen Wegen zum Sieg

Das Spielfeld erinnert an Schach, die Figuren eher an Dame – und dennoch handelt es sich um ein komplett eigenständiges Spiel. Othello wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert in England erfunden und seitdem in unterschiedlichen Varianten angeboten. Grundsätzlich geht es darum, vier Steine aus zwei Farben zunächst mittig zu legen. Im weiteren Verlauf müssen alle noch offenen Felder mit den Figuren besetzt werden. Je nach Vorgehen ist es dabei möglich, die Steine des Gegners einzunehmen und somit für sich zählen zu lassen. Im Idealfalle befinden sich am Ende daher nur noch die eigenen Farben auf dem Feld, während der unterlege Gegner seine nicht mehr verwenden kann.

Die Ecken besetzen
Das Einnehmen der Spielsteine ist möglich, indem ein angrenzendes Feld besetzt wird. Ergibt sich dabei also etwa die Kombination Weiß-Scharz-Weiß, so ist der mittig gelegene schwarze Stein umzudrehen – er nimmt somit die weiße Farbe ein. Die Strategie ist daher stets darauf bedacht, die Figuren von allen möglichen Seiten anzugreifen. Wer seine Steine aber in die vier Ecken des Spielfeldes legt, kann davon nicht betroffen sein. Denn diese erlauben eine solche Attacke zu keiner Zeit. Vorteilhaft gestaltet es sich daher, diese Option zu nutzen. Auch wenn es zugegebenermaßen schwierig ist, im Verlaufe des Spieles tatsächlich stets genau dort zu landen.

Die Kanten nutzen
Was bereits für die Ecken gesagt wurde, gilt in abgeschwächter Form für alle Spielfelder, die sich am Rande befinde. Denn auch sie können nur von einer reduzierten Zahl anderer Felder aus angegriffen werden. Ein Hauptziel wird daher regelmäßig darin liegen, genau diese Positionen zu besetzen. Geschickte Spieler schaffen es auf diese Weise, alle vier Kanten mit den eigenen Steinen zu belegen. Das mag schwierig sein und ist oft ein langfristiger Prozess. Doch lohnen sich die Mühen – sie bilden nicht selten die Basis des späteren Sieges. Im Spielverlauf ist also darauf hinzuarbeiten, diese Felder möglichst komplett abzudecken.

Selbst agieren
Othello lebt wie nur wenige andere Spiele von der Mobilität der Akteure. Langes Abwarten oder Spekulieren, wie sich der Gegner verhält, münden hierbei meist in der Sackgasse. Entscheidend ist es daher, selbst zu agieren: Nur wer sich bewegt und dabei möglichst flexibel vorgeht, hält sich alle Wege offen, die zum Sieg führen können. Mehr noch: Denn auf diese Weise wird der Konkurrent seinerseits um gute Optionen gebracht. Er ist nun in seinen Varianten eingeschränkt und wird im Verlaufe der Spieldauer zu immer mehr Fehlern gezwungen. Kann er sich aus diesen einmal nicht mehr befreien, so besteht für ihn keine Aussicht mehr, doch noch zum Triumph zu gelangen.

Auch wenn das Spiel noch nicht sehr alt ist – immerhin wurde es erst 1979 erfunden –, so hat sich Trivial Pursuit doch einen festen Rang unter allen Gesellschaftsspielen der Moderne erkämpft. In millionenfacher Ausführung wurde es verkauft und beinahe jährlich entstehen neue Ausgaben, die sich meist allerdings nur optisch unterscheiden und das Spielprinzip nicht antasten. Und dennoch, das Spiel mag sehr beliebt sein – doch nur wenige Anwender wissen, wie man dabei am besten zum Sieg gelangt. Denn der Einfluss des Glückes ist gerade bei der Zuteilung der Fragen nicht zu vernachlässigen. Ein reines Glücksspiel ist Trivial Pursuit aber trotzdem nicht.

Lernen, lernen, lernen
Der Weg zum Sieg führt regelmäßig nur über die richtig beantworteten Fragen. Darauf basiert das Spiel letztlich – und deswegen sollte auch möglichst viel Zeit damit verbracht werden, die korrekten Antworten geben zu können. Hierbei lohnt es sich natürlich, über ein allgemein sehr breites Wissen zu verfügen. Sind je nach Edition aber auch die Fragen einem bestimmten Kontext zugehörig, so liegt eine Strategie bereits darin, sich aus diesem Themenfeld die nötige Kompetenz anzulesen. Wer also häufiger mit der „Star Wars“-Edition spielt, wird sich für ihre möglichen Fragen schlaumachen. Auf diese Weise gelingt es oft, einen kleinen Vorsprung an Wissen herauszuarbeiten.

Das Bauchgefühl
Gerade bei der letzten Frage vor dem Ende des Spieles zeigt sich oft aber auch, welcher Spieler Schwächen hat. Denn nun kann der Gegner die alles entscheidende Frage auswählen – und natürlich wird er dabei nicht jene nehmen, die sich leicht beantworten lässt. Vielmehr kommen nun solche zum Einsatz, bei der mit hoher Wahrscheinlichkeit Wissenslücken vorliegen. Doch wie beantwortet man diese korrekt? Ist die Kompetenz tatsächlich nicht vorhanden, so lohnt es sich, auf das Bauchgefühl zu setzen. Viele Themengebiete sind im Unterbewusstsein ganz tief vergraben und die erste Eingebung kann somit durchaus richtig sein. Statt langem Rumgrübeln empfiehlt es sich daher, diese Option zu nutzen – was gibt es zu verlieren?

Kleine Hilfen nutzen
Wer sich vergegenwärtigt, dass der einzige Weg zum Ziel alleine über das Wissen und somit die richtige Beantwortung der Fragen führt, kann sich dabei kleine Hilfen ermöglichen. Denn je besser das Gehirn funktioniert, umso höher ist die Aussicht auf den Sieg. Wer um jeden Preis gewinnen möchte, wird daher keinen Alkohol während des Spieles trinken – auch wenn die Stimmung damit steigt. Das Gehirn arbeitet demgegenüber besser, wenn Wasser getrunken wird. Kurze Pausen oder Toilettengänge sollten zudem dazu genutzt werden, für wenige Minuten etwas frische Luft zu atmen. Damit können Denkblockaden behoben werden – nicht selten gelingt daher der anvisierte Triumph.

Stratego – wie wird man wirklich gut darin?

Viele Gesellschaftsspiele haben einen militärischen Hintergrund. Wer denkt da nicht an Schach, bei dem es gewissermaßen darum geht, ein gegnerisches Königreich einzunehmen? Auch nachfolgende Ideen basieren zumeist auf dieser Struktur. Das 1909 entwickelte Spiel Stratego bildet dabei keine Ausnahme – macht aber auch kein Geheimnis daraus, zumindest militärisch angehaucht zu sein. Denn die Spielfiguren befinden sich in unterschiedlichen Rängen. Vom Feldmarschall bis zu Unteroffizier sind vielfältige Personenkreise, von der Bombe bis zur Fahne zudem einiges Zubehör vorhanden. Das Ziel erreichen kann dabei aber nur, wer die gegnerische Fahne einnimmt. Da sich die Figuren nie gleichmäßig bewegen, ist das aber sehr schwer.

Die Anordnung der Figuren
Ein Schwerpunkt liegt bereits in der Aufstellung der eigenen 40 Figuren. Denn im Gegensatz zu anderen Spielen gibt es dafür keine feste Grundordnung. Insofern ist es auch beinahe unmöglich, eine stets richtige Strategie zu entwickeln, die sich langfristig durchsetzt. Entscheidend ist es daher, zunächst abzuwarten, wie sich der Gegner positioniert hat. Jede Taktik wäre hinfällig, wenn er auch nur einen Stein anders setzt und den eigenen Plan damit durchkreuzt. Doch auch man selbst sollte alle Figuren so stellen, dass eine größtmögliche Bewegungsvielfalt erlaubt wird. Anfänger haben dabei insbesondere bei der Aufstellung der Bomben einige Probleme – sie können flexible Bewegungszüge leider verhindern.

Mut wird belohnt
Ein weiterer Unterschied zu ähnlichen Spielen zeigt sich darin, dass die nach Stärken gewichteten Figuren nicht zwangsläufig sehr weit hinten im Feld stehen müssen und somit auch nicht notwendigerweise erst in den entscheidenden Phasen zum Einsatz kommen. Darin kann zudem ein erheblicher Fehler liegen. Tritt der Gegner mit einer starken Front an, so ist es unmöglich, diese mit rangniederen Figuren zu durchbrechen – geschlagen werden dürfen nur solche Steine, die im Rang tiefer liegen. Gerade dabei wäre es somit unabdingbar, gleichfalls die möglichst starken Figuren zu wählen und auf diese Weise zumindest den gegnerischen Angriffen trotzen zu können. Wer diesen Mut nicht aufweist, verliert nicht selten bereits nach wenigen Minuten.

Die Bewegung im Spiel
Bereits das zuvor Gesagte lässt erkennen, dass allzu statische Taktiken gewiss nicht der Schlüssel zum Sieg sind. Wer ihn erringen will, muss in jeder Minute des Spieles flexibel agieren und vor allem die Pläne des Gegners durchkreuzen können. Was in dem einen Moment noch aussichtsreich erscheint, kann im nächsten bereits in die Niederlage führen. Als sinnvoll hat es sich dabei erwiesen, möglichst viele Figuren im Verlaufe des Spieles zu bewegen. Damit werden die eigenen Optionen erhöht, wogegen jene des Gegners durch häufig wechselnde Manöver unterbunden werden. Wer dazu fähig ist, kann auch ein guter Spieler bei Stratego